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Vitali Klitschko
WBC Weltmeister
(seit 24.04.2004)
WBA Intercontinental Champion
(seit 27.01.2001)
Europameister
(24.10.1998 - 26.06.1999, seit 25.11.2000)
WBO Ex-Weltmeister
(26.06.1999 - 01.04.2000)
WBO Intercontinental Ex-Champion
(02.05.1998 - 26.06.1999)

GEBURTSDATUM
36 19 Juli 1971
GEBURTSORT
Siedl. Belowodsk (Kyrgysstan)
WOHNORT
Kiew (Ukraine)
GRÖßE
200 cm
GEWICHT (DURCHSCHNITTLICH)
112 kg
REICHWEITE
198 cm
BRUSTKORB
118 cm
BRUSTKORB (EINATMEN)
121 cm
BIZEPS
43,5 cm
UNTERARM
43 cm
FAUST
30 cm
HANDGELENK
18,5 cm
OBERSCHENKEL
59 cm
WADENMUSKEL
43 cm
HALS
46 cm
TAILLE
90 cm
PROFI-REKORD
35 - 2, 34 K.O. Siege
ANZAHL KÄMPFE
37
SIEGE
35
K.O. SIEGE
34
BOXSTALL
K2 Promotions
MANAGER
Tom Loeffler
PROMOTER
K2 Promotions
TRAINER
Emanuel Steward/Fritz Sdunek

2004
2003-2002
2001-2000
1999-1998
1997-1996

2004

11.12.2004
Mandalay Bay, Las Vegas, NV, USA
Titels des WBC im Schwergewicht
Vitali Klitschko TKO 8 Danny Williams

Bereits zu Beginn ihres Kampfes kristallisierte sich heraus, wie gut Danny Williams auf seinen Kontrahenten Vitali Klitschko vorbereitet war. Vitali hatte bereits 34 Profi-Kämpfe bestritten, als er am 11. Dezember gegen den Briten in den Ring stieg. Selbstverständlich hatte das Team von Williams alle vorhergehenden Kämpfe von Vitali genauestens unter die Lupe genommen und analysiert, um ihren Boxer optimal auf den riesigen Ukrainer vorzubereiten. Allerdings scheint Williams übersehen zu haben, dass man mit dem Kopf denkt und nicht mit dem Kinn.

Vitali verbrachte einen Großteil seiner Trainingsvorbereitungen mit seinem ersten Trainer Wladimir Zolotaryov, der ihn bereits in der Amateurliga gecoacht hatte. Sie arbeiteten nicht nur an Vitalis Stärke, sondern auch an diversen Angriffs- und Verteidigungstechniken. Wie man sich geschickt im Ring bewegt und dabei seinen Gegner verwirrt, war ebenso ausschlaggebender Teil der Kampfvorbereitung wie die effektive Benutzung der Seile. Ausserdem arbeitete Vitali an seinem Uppercut, der zu einer vernichtenden Waffe wurde.

Williams war darauf vorbereitet, dass Vitali, wie schon in seinen Kämpfen zuvor, aufrecht stehen und von sicherer Entfernung seine Schläge abfeuern würde. Wenn man ihn angreift und unter Druck setzt, weicht er automatisch zurück, um seinen Sicherheitsabstand zu bewahren. Durch seine enorme Reichweite ist es schwer ihn zu treffen. Daher startete Williams gleich mit einer Attacke in Richtung Vitalis Kinn, damit er in dem Moment, wenn Vitali sich zurückbewegt, diesen auskontern kännte. Was er dabei vergass war, dass Vitali nicht nur der stärkste sondern auch der intelligenteste Boxer der Welt ist.

Vitali war auf einen solchen Angriff gefasst. Er konterte schnell und schlug Williams 40 Sekunden vor dem Ende der ersten Runde mit einer gerade durchgezogenen Rechten gefolgt von zwei linken Haken nieder. Das war der Anfang vom Ende für Danny Williams.

Später stellte sich heraus, dass Williams offensichtlich ein Problem mit der simultanen Koordination von beiden Händen und Beinen hatte. So sehr er sich auch anstrengte, er brachte es nicht fertig einen Punch zu landen, während er sich bewegte. Er musste also tatsächlich stehen bleiben, um einen kräftigen Punch durchzuziehen. Und in dem Moment in dem er stehen blieb, gab er natürlich ein leichtes Ziel für Vitalis Distanz-Schläge ab.

Einige Sekunden vor dem Ende der dritten Runde ging Williams ein zweites Mal zu Boden. Er wurde von Vitalis Linker agbefangen, als er gerade versuchte einen eigenen Angriff zu starten. Daraufhin stürmte Danny Williams, bereits sichtlich mitgenommen, auf Vitali ein, nur mit dem Ziel und seiner noch einzigen Chance, einen "Lucky Punch" zu landen und den Kampf auf diesem Wege für sich zu entscheiden.

Während Danny weiter auf diesen einen Punch wartete, fuhr Vitali damit fort, den Kampf geschickt zu kontrollieren und Danny weiter hart zu bearbeiten. Zu Beginn der letzten Minute der siebten Runde war es um Danny wieder geschehen, ein harter Schlag schickte Ihn auf die Bretter. Das Einzige, was Williams am Leben hielt, war sein Kinn. Dannys starkes, widerstandsfähiges Kinn, das ihn wacker am Kämpfen hielt, konnte aber leider nicht denken und es war für Williams zu spät, um seine Kampftaktik zu ändern, die darin bestand einfach durchzuhalten.

Erst in der achten Runde wurde er erläst. Nach einer Minute und 40 Sekunden stand Danny im Ring und hatte sichtlich keinen überblick mehr wo Vitali sich befand. In diesem Zuge traf ihn Vitali unvorbereitet mit zwei Uppercuts. Williams steht benommen mit erhobenem Kopf an der Stelle. Seine Arme hängen nach unten. Er ist das perfekte Ziel für Vitali. Mit einem harten Jab und einer geraden Rechten beendet Vitali seine Attacke. Drei Sekunden nachdem Vitali seinen Angriff begonnen hatte, liegt Williams auf dem Ringboden unterhalb der Seile. Ringrichter Jay Nady zählt ihn zum vierten Mal im Verlauf des Kampfes an. Auch diesmal kann er sich beim zweiten Versuch noch selbst aufrichten und steht auf den Füßen, als Nady gerade bis neun gezählt hat. In seinem unglaublichen Kampfeswillen signalisiert Danny, dass er weiter kämpfen kann, aber Jay Nady entscheidet aus medizinischen Gründen, den Kampf abzubrechen und Williams zu erläsen. Der Kampf ist zu Ende und Vitali Sieger duch technischen KO in der 8. Runde. Williams torkelt in seine Ecke und hat Mühe damit, das Gleichgewicht zu halten.



24.04.2004
"Staples Center", Los Angeles, CA, USA
Gewinn des vakanten WM Titels des WBC im Schwergewicht
Vitali Klitschko TKO 8 Corrie Sanders

24. April - Vitali Klitschko erringt seinen größten Triumph. Er gewinnt den prestigeträchtigsten WM-Titel, den es im Boxen überhaupt gibt. Im Staples Center von Los Angeles kämpft Vitali gegen den Südafrikaner Corrie Sanders um den WM-Gürtel des World Boxing Councils (WBC). In einem schweren Kampf über acht Runden gewinnt der Ukrainer schließlich 14 Sekunden vor Ende der achten Runde durch technischen K.O., als Ringrichter Jon Schorle den Kampf abbricht, weil Sanders stehend K.O. ist und nur noch durch den Ring taumelt. Vitali gelingt damit zugleich erfolgreich die Revanche für die Niederlage, die sein Bruder Wladimir im März 2003 gegen den Südafrikaner erlitten hatte.


 

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