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BOXEN - DAS IST DIE SPORTLICHE ART DES RINGENS MIT FÄUSTEN, AUCH GENANNT ALS PUGILISM (WÖRTLICH FAUSTKAMPF) UND PRIZEFIGHTING (WÖRTLICH DER KAMPF UM DIE BELOHNUNG).

Olympische Sportart seit 1904

Möglicherweise, benutzten die Menschen im Laufe von vielen Jahrtausenden ihre Fäuste, um damit die Streitigkeiten zu schlichten, bevor jemand über die Organisation solcher Treffen fßr die Unterhaltung der anderen gedacht hat.

VOR UNSERER ZEITRECHNUNG

Es gibt ein Zeugnis, dass das Boxen ungefähr im Jahre 1500 vor unserer Zeitrechnung auf der Insel Krit existierte. Die gegenwärtigen Forschungen erlauben auch zu behaupten, dass diese Art der Zweikämpfe schon viel früher in Afrika bekannt war, besonders im Gebiet, das heute als Äthiopien bekannt ist. Die zum Jahr 4000 vor unserer Zeitrechnung gehörenden Hieroglyphenschriften zeugen über die Verbreitung dieser Sportart innerhalb des ganzen Nil-Tals und Ägypten, nachdem Ägypten Äthiopien eroberte.

Die Verbreitung des Boxens folgte der Erweiterung der Ägyptischen Zivilisation durch die Mittelmeerländer und Nahen Osten. Im Jahre 686 vor unserer Zeitrechnung wurde das Boxen soweit entwickelt, dass es in die Olympische Spiele eingeschlossen werden konnte. Doch als Boxen, wie wir es heute kennen, war die Art der Zweikämpfe kompliziert zu nennen. Die Kämpfe wurden im Freien durchgeführt, wo die Zuschauer auch die Grenzen des Platzes waren, auf dem die Sportler kämpften. Der Kampf dauerte so lange, bis einer der Teilnehmer nicht mehr imstande war den Kampf weiterzuführen. Obwohl die ersten Boxer vor allem für den Ruhm kämpften, erhielt der Sieger nichtsdestoweniger Gold, Vieh oder andere Trophäen.

Um die Hände und Handgelenke zu schützen, beflechteten die Kämpfer mit dünnen weichen Lederstreifen ihre Fäuste und manchmal auch zwei Drittel von den Unterarmen. Zum 4. Jahrhundert v. u. Z. wurden die Streifen aus mehr hartem Leder gemacht, und sie dienten nicht nur als Schutzmittel für die Hände, sondern verwandelten sie in die Angriffswaffe. Später wurden im Römischen Reich auf die Lederstreifen spezielle Kupfer- oder Eisenauflagebleche aufgesetzt, um die Gladiatorkämpfe zu führen, die gewöhnlich mit dem Tod eines der Kämpfenden endeten.

UNSERE ZEITRECHNUNG

Mit der Entwicklung des Christentums und dem Fall des Römischen Reiches existierten die Faustkämpfe als Unterhaltung nicht mehr und wurden für mehrere Jahrhunderte vergessen.

Ein erstes formales Treffen wurde im Jahre 1681 in England registriert. Und seit 1698 wurden im Königstheater Londons regelmäßige Boxwettkämpfe durchgeführt. Allmählich breitete sich London aus und die Champions aus der Provinz kamen hierher, um den Ruhm, den Ruf und das Geld in den Kämpfen zu gewinnen. Gerade diese Ursache diente als Stoß der Entwicklung des Boxens, nämlich in London. In diesen Kämpfen wurden die Vergütungen eines jeden von den Boxern vereinbart, und auch Zinsen von den Einsätzen, die die Zuschauer machten. In diesen Kämpfen schlugen sich die Ringer ohne Handschuhe und meistens ohne Regeln. Es fehlten alle Gewichtsklassen, was nur einen Champion voraussetzte. Selbstverständlich verloren die Leichtgewichtler sehr oft. Obwohl die Runden auch bezeichnet wurden, dauerten aber die Kämpfe gewöhnlich bis einer von den Rivalen nicht mehr imstande war, den Kampf weiterzuführen. Es war nicht verboten, den Gegner auch nach seinem Fall zu Boden, anzugreifen. So dauerte es bis Mitte 16. Jahrhundert.

Obwohl das Boxen für außerhalb des Gesetzes stehend erklärt wurde, wurde es sehr populär.
Im Jahre 1719 wurde der Liebling des Publikums und Sieger in vielen Kampfen James Figg als Champion Englands ausgerufen und im Laufe von 15 Jahren trug er diesen Titel. Einer der Schüler von James Figg, Jack Broughton, macht einen Versuch den derzeit existierten Faustkampf in einen sportlichen Wettkampf zu verwandeln.

Im Jahre 1743 schrieb Jack Broughton das erste Buch der Sportregeln. Diese Regeln, natürlich mit kleinen Anderungen, benutzte man bis sie im Jahre 1838 wahrend der Durchfuhrung der "London Price Ring rules" auf eine verbesserte Version geändert wurden. Broughton lehnte die Methoden, die seine Vorgänger benutzten, ab (hauptsächlich die Methoden der berauschten Schlägerei in der Kneipe), indem er den Vorzug dem Kampf ausschließlich mit den Händen gab.

Während des Kampfes waren auch die Schläge unter die Gürtellinie den Boxern verboten. Nach den Regeln von Broughton dauerte der Kampf bis einer der Rivalen zu Boden fiel. Wenn im Laufe von 30 Sekunden der Versetzte nicht zurück in den Ring ging und sich in einem Abstand von einem Yard zu seinem Gegner stellte, galt er als besiegt. Es wurde verboten die Schlage dem Gegner zu versetzen, nachdem er für besiegt erklärt wurde. Jack Broughton wurde der "Vater des Boxens" genannt. Er eröffnete die Halle, in dem er seine Schüler trainierte. Er hat auch die Mufflers erfunden, die Vorfahren der modernen Boxhandschuhe, die die Hände und Gesicht der Boxer zu schützen bestimmt waren.

Nachdem Jack Slack Broughton besiegt hatte, wurden die Meisterschaftskampfe öfter und regelmäßiger durchgeführt. Das Boxen, als etwas besonderes verlor seine Ausschließlichkeit, und Interesse für diese Art der Zweikämpfe begann zu fallen, obwohl solche Boxer wie Daniel Mendoza und John "Gentleman" Jackson einen außergewöhnlichen Erfolg hatten.

Daniel Mendoza wog 160 Pfund (76 kg) und hatte eine mächtige und schnelle Linke. Jackson, der Mendoza besiegt hatte, nahm die Veraänderungen in der finanziellen Klassifikation der Preise vor, was dem Boxen das Aussehen der Respektabilität gab. Im Jahre 1814 wurde in London ein Versuch gemacht, die Durchführung der Boxmeisterschaften zu kontrollieren. Dafür wurde ein Boxverband gegründet. Und im Jahre 1838 wurden von diesem Verband die Regeln "London Prize Ring" akzeptiert, die für die Durchführung der Kämpfe sowohl in England als auch in Amerika verwendet wurden. Diese Regeln wurden zum ersten Mal im Jahre 1839 beachtet, als James "Deaf" Zamnet den Titel des Champions von England im Kampf gegen Williams "Bendigo" Thompson verlor.

Der Kämpf fand im Quadratring mit der Flache 24 Fuß (7.32 m2), der mit zwei Seilen von vier Seiten begrenzt war, statt. Wenn einer der Boxer sich zu Boden des Ringes niederließ, galt die Runde als beendet. In dieser Zeit wurde dem Geschädigten Hilfe im Laufe von 30 Sekunden geleistet. Nach 30 Sekunden mußten die Gegner im Zentrum des Ringes gegeneinander Platz nehmen und es begann die nächste Runde. Wenn im Laufe von 8 zusätzlichen Sekunden einer der Gegner nicht ins Zentrum des Ringes ging, wurde er als besiegt erklärt. Im Ring waren das Streiten, das Schimpfen, die Schläge mit Füssen und Kopf, und auch Schläge unter die Gürtellinie verboten. Dies alles wurde als unzulässig während des Kampfes erklärt.





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